16. August 2022

    Weltanschauung

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    lautdenken
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    Weltanschauung
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    Kopf in den Sand – und alles gut? Nicht wirklich. Und trotzdem verschließen Menschen permanent die Augen vor einer leidenden Welt, im Großen wie im Kleinen: Klimakrise, Hunger, Armut, Krieg. Wer nimmt die Obdachlosigkeit auf dem täglichen Weg zur Arbeit noch wirklich wahr? Wer setzt sich mit ihr auseinander?

    Stephie und Lars sind sich einig: Transformation braucht eine bewusste Auseinandersetzung mit unseren Weltanschauungen. Dabei geht es ihnen nicht um Glaubenssätze oder ein festgezurrtes Wertekorsett. Es geht ihnen um Wahrnehmungsfragen, also darum, wie Menschen auf und in die Welt schauen, sie wahrnehmen und sich auf dieser Basis in der Welt verorten. Gestaltung, so Lars, setzt einen eigenen Standpunkt voraus, um sagen zu können, was das eigene in-der-Welt-Sein bedeute. Stephie plädiert für mehr Involvierung, dass wir uns aktiv mit der Welt auseinandersetzen und unsere Wahrnehmungen und Sinne schulen. Also: Kopf raus aus dem Sand! Genauer hinzugucken, hinzuhören, hinzuriechen, hinzuschmecken, hinzufühlen – nur so kann Transformation gelingen, insbesondere im Umgang mit Leid. Und ist es nicht gerade die Leiderfahrung, die Transformation so nötig macht?