Podcasts

    Wandelkonformität

    »Das ist nicht wandelkonform« – auf diese Aussage stieß Stephie in den vergangenen Wochen. Ein Begriff wie eine vor der Nase zugeschlagene Tür. Diskursabbruch. Dabei bleibt völlig offen, um welchen Wandel wohin es eigentlich geht und wie dieser möglich gemacht werden kann. Die Offenheit der Zukunft wird enger und enger geführt auf eine Idee – und alles andere ist dann eben nicht wandelkonform. Das ist gefährlich.

    Normalitätstheater

    »Normalitätstheater« – Mit dieser Neuschöpfung bezeichnen Stephie und Lars den Zustand, wenn Gesellschaften verlernen, sich selbst zu hinterfragen. In dieser Folge lautdenken geht es um jene bewussten und unbewussten Regeln und Normen, die unser gesellschaftliches Zusammenleben organisieren und darüber mitbestimmen, was als normal erscheint. Nur: Wo kommen diese Regeln eigentlich her? Und könnten sie nicht auch anders sein?

    Naturgewalt

    In dieser Episode thematisieren Stephie und Lars das Wechselspiel aus Wissenschaft und den Beziehungen der Menschen zu ihrer eigenen wie äußerlichen Natur. Die Folge knüpft an die vorherigen Episoden und das dort diskutierte Beispiel der globalen Lebensmittelindustrie an. An ihr problematisieren die zwei ein verdinglichtes Welt- und Naturverhältnis. Im Streben nach Skalenerträgen und konstanten Produkteigenschaften werden große Ackerflächen monokulturell bewirtschaften und Agrarrohstoffe – Nahrungsmittel, Baustoffe und so weiter – hochgradig standardisiert. Die Pflanzen werden dadurch anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Es ergibt sich, wie Stephie und Lars aufzeigen, eine Spirale aus Gewalt und Gegengewalt: Pilzbefall wird mit Giftstoffen bekämpft. Versauert deshalb der Boden, muss nachgedüngt werden usw.

    Sprachverwirrung

    Sprache schafft Wirklichkeit. Diese erst einmal trivial klingende Aussage lässt sich täglich erleben, etwa wenn Dinge in verschiedenen Medien auf unterschiedliche Weise gerahmt werden. Die Wissenschaft spricht hier von »Framing«. Wörter und Begriffe verweisen nicht objektiv auf gegebene Phänomene. Die Verwendung eines Begriffs weckt Assoziationen und Bilder, die mit...

    Zukunftsmut

    »Nun, es könnte wahrscheinlich auch anders sein.« Diese Worte aus dem in der letzten Folge zitierten Jahrhundertroman »Der Mann ohne Eigenschaften« von Robert Musil klangen für Stephie noch lange nach. Sie stellte fest: Die Sehnsucht nach Transformation allein reicht nicht aus. Es braucht auch den Mut, ihr zu begegnen. Wir brauchen Zukunftsmut.  In diesem Sinne schließt das Thema dieser Episode...
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    Boden retten

    Tobias Keye, geboren in Bochum, hat Schauspiel und Außenhandelskaufmann studiert und absolvierte den Master Ökonomie mit Schwerpunkt Gesellschaftsgestaltung an der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung. Nach der Gründung des Projekt N und diversen Start-Ups gründete er 2015 im Auftrag der GLS Bank die BioBoden Genossenschaft.

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